Eine kürzlich vom Lawrence Berkeley National Laboratory, einer offiziellen Forschungseinrichtung der Vereinigten Staaten, veröffentlichte Studie belegt, dass der Anteil des sauberen Stroms am japanischen Energiemix bis 2035 um 10 % oder mehr steigen wird und 90 % erreichen kann, da die Kosten für Solar-, Wind- und Batteriespeicher sinken.
Die Studie ergab außerdem, dass das japanische Stromnetz mit zusätzlichen Batteriespeichern und überregionalen Übertragungsleitungen zuverlässig Strom liefern könnte, ohne auf Kohlekraftwerke oder neue Gaskraftwerke angewiesen zu sein.
Im vergangenen Jahr haben die sieben führenden Industrienationen, darunter Japan, zugesagt, den Stromsektor bis 2035 weitgehend zu dekarbonisieren, um den Klimawandel zu bekämpfen, doch die japanische Regierung hat noch keinen klaren Plan für dieses Ziel vorgelegt.
Japans Ressourcen sind knapp, und fast die gesamte in der Stromwirtschaft verwendete Energie ist von Importen abhängig, sodass die Energiesicherheit enormen Risiken ausgesetzt ist. Derzeit machen saubere Energien, darunter Solar-, Wind-, Wasserkraft, Biomasse, Wasserstoff und Kernenergie, etwa 24 % des japanischen Strommixes aus.
Die Studie wies darauf hin, dass eine Erhöhung des Anteils sauberer Energie auf 90 % die Stromgestehungskosten im Vergleich zum Niveau von 2020 um 6 % senken und die Emissionen der Stromwirtschaft um 92 % reduzieren könnte.
Die Studie sagte jedoch auch, dass Japan zur Erreichung dieses Ziels klare Strategien entwickeln muss, wie z. B. mittelfristige Ziele nach 2030 und entsprechende Pläne für den Ausbau erneuerbarer Energien, um die wirtschaftlichen, ökologischen und energiewirtschaftlichen Vorteile zu nutzen.
Japan strebt an, die Treibhausgasemissionen bis 2030 im Vergleich zu 2013 um 46 % zu senken, den Anteil erneuerbarer Energien am Strommix auf 36-38 % zu erhöhen und den Anteil der Kernenergie von 6 % im Jahr 2019 auf 20-22 % zu steigern. Japan hat sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden.
